Gott, unser Schöpfer liebt Dich so sehr,

dass ER auch Dich bei Sich im Himmel haben möchte!

 

 

Evolutionstheorie und Schule

Als in den Schulen noch keine Evolutionstheorie gelehrt wurde, sondern dass Gott die Welt erschaffen hat, nach kath. oder. luth. Religionsverständnis, war man genau so wenig gläubig an den Lebendigen Gott. Zum Leben aus Gott gehört mehr als der Schöpfungsglaube. An den Schulen wurde und wird praktisch nie das Wort Gottes im Sinne Gottes vermittelt.

Eph 5,15 Sehet nun zu, wie ihr sorgfältig wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise,

Eph 5,16 die gelegene Zeit auskaufend, denn die Tage sind böse.

Eph 5,17 Darum seid nicht töricht, sondern verständig, was der Wille des Herrn sei.

Denn die Tage sind böse

An Jesus Christus gläubige (Kinder Gottes) sollen immer wieder dazu bewegt und missbraucht werden, einen Aufstand gegen die Gottlosigkeit mitzumachen. Z. B. indem man eine Schulleitung, oder den Staat nötigen will, durch irgendwelche Aktionen, so zu lehren wie die Gläubigen es wollen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, gleichwie ein Gläubiger nicht gottlos lehren kann, so kann ein Ungläubiger nicht das Leben aus Gott vermitteln. Diese Gaudi, die man da immer anzettelt wirkt nur Widerwillen und Unverständnis bei den Ungläubigen, denn sie wollen sich nicht bevormunden lassen von den Gläubigen. Man kann durch Protest den Ungläubigen was überstülpen, verordnen, reformieren, aber gewonnen ist dadurch nichts. Der Reformeifer führt nur zu Streit. Wir bleiben immer in der Auseinandersetzung mit dem Bösen dieser Zeit und das können wir auch unseren Kindern nicht ersparen. Das Wort Gottes ruft zu solchen Aktionen nicht auf.

Ewige Sicherheit durch Jesus Christus

Jesus ist die zentrale Figur des Neuen Testamentes und gleichzeitig der erwartete und vielfach im Alten Testament angekündigte Messias und damit die zentrale Gestalt des Christentums. Der Name Jesus und die Bezeichnung »Christus« Der Name Jesus ist die griechisch-lateinische Form des hebräischen Namens Josua bzw. Jeschua, Jehoschua oder Joschua und bedeutet »Jahwe ist Rettung«. Gott selbst bestimmte, dass sein einziger Sohn so benannt wurde (Mt 1,21; Lk 1,31; 2,21). Seitdem ist dieser Name, »der über alle Namen ist« (Phil 2,9), der einzige Name, »durch den wir sollen selig werden« (Apg 4,12).

Christus ist der Titel, die Amtsbezeichnung Jesu. Das griechische Wort christos ist die Übersetzung des aramäischen meschicha bzw. des hebräischen maschiach und bedeutet »der Gesalbte« (Messias). Priester und Könige wurden in Israel durch eine Salbung mit Öl feierlich in ihr Amt eingesetzt (2Mo 29,7; 1Sam 10,1). Die Bezeichnung »der Gesalbte« wurde zunächst für den König gebraucht (vgl. 1Sam 24,7). Darüber hinaus kündigen die Propheten einen kommenden König aus Davids Geschlecht an, einen »Gesalbten«, der -Priester und König in einem - alles das erfüllen wird, was Israel von einem wahren Friedenskönig erwartet. Von dieser Erwartung handeln die messianischen Weissagungen (vgl. Ps 110; Ps 132; Jes 9,5; 11,1; Jer 23,5; Mi 5,1; Sach 9,9-11).

So ist der Doppelname Jesus Christus zugleich das kürzeste Bekenntnis der Christenheit: Jesus von Nazareth ist in seiner Person der verheissene Christus, also der Messias.Jesu vorweltliches Sein. Obwohl die Bibel im Gegensatz zu anderen Religionen (etwa im indischen Raum) sonst keine Spekulationen über eine frühere Existenz des Menschen vor seiner irdischen Geburt kennt, berichtet sie von einer sogenannten Präexistenz Jesu, seines Vorhandenseins, bevor die Welt erschaffen wurde. In begreifliche Erregung versetzt Jesus die Juden mit seiner Beteuerung: »Ehe Abraham wurde, bin ich« (Joh 8,58). Er war am Anfang »bei Gott« und ist das schöpferische Wort, durch das alle Dinge geschaffen sind (Joh 1,1-3). So konnte Jesus von einer Herrlichkeit sprechen, die er bei dem Vater hatte, »ehe die Welt war«, und wusste sich vom Vater geliebt, »ehe der Grund der Welt gelegt war« (Joh 17,5.24). Auch für Paulus stand es fest, dass Jesus Christus in seinem vorweltlichen Sein »in göttlicher Gestalt« war. Er betont, dass Jesus diese Gottgleichheit nicht als Besitz ansah, auf den er nicht verzichten wollte, sondern sie wegen seines grossen Auftrags auf der Erde zurückliess und aufgab (Phil 2,5-11).

Jesu Menschwerdung

Paulus beschreibt die Selbstaufgabe und die Selbsterniedrigung Jesu (Phil 2,6-8). Um die Menschen retten zu können, liess er die göttliche Existenzweise für die Zeit seines irdischen Lebens ganz zurück (Selbstentäusserung) und nahm eine menschliche Wesensbeschaffenheit an, die sich nicht von der anderer Menschen unterschied (Erniedrigung). Die in den späteren altkirchlichen und reformatorischen Bekenntnissen so klar herausgestellte volle Gottheit und zugleich volle Menschlichkeit Jesu hat in der Bibel ihren zuverlässigen Grund. Mit seiner Menschwerdung (Inkarnation) begann sein Weg des Gehorsams, der ihn bis zum Kreuz führte, wo er schliesslich starb (seine Selbsterniedrigung).

Dieses Ereignis, dass der Gottessohn Mensch wird, lässt sich verstandesmässig gar nicht ganz erfassen, sondern wird wohl immer auch den Anklang eines göttlichen Geheimnisses haben.

Das Übernatürliche seiner Geburt (Mt 1,18-20; Lk 1,30-35) kommt in jener Wendung zum Ausdruck: »empfangen vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria«. Hier findet sich beides im direkten Nebeneinander: Gottessohn und Menschensohn, eigentlich ein sich ausschliessender Gegensatz, der dennoch für ein und dieselbe Person gilt.

»Als aber die Zeit erfüllt war« (Gal 4,4), wird Jesus Christus in Bethlehem geboren (Lk 2,1), nach chronologischen Berechnungen zwischen den Jahren 8 oder 7 und 4 vor unserer Zeitrechnung. Engel verkünden zuerst schlichten Menschen, Hirten nämlich, das Wunder der Geburt dessen, der die Welt retten wird, und stimmen darüber das »Ehre sei Gott in der Höhe« an. Und selbst Magier aus der Ferne der östlichen Völkerwelt reisen extra an, um das Neugeborene anzubeten und ihm Geschenke zu bringen (Mt 2,1-12). Jesu Auftrag und Werk Jesu Wort am Kreuz »Es ist vollbracht« (Joh 19,30) deutet die grosse Aufgabe an, die Christus zu erfüllen hatte. Er sollte Gottes Ziel verfolgen, seine Beziehung zu den Menschen wieder aufzunehmen, die durch die Abwendung des Menschen gestört war. Wer an ihn glaubte, sollte das ewige Leben bekommen (Joh 3,16). Diesen Auftrag auszuführen, den er von Gott übertragen bekommen hatte, darin sah er Sinn und Inhalt seines Lebens (Joh 4,34; 5,36; 17,4). 1Kor 15,45.47 sagt über Jesus, er sei »der letzte Adam«, der »zum Geist (wurde), der lebendig macht«, und »der zweite Mensch« (1Kor 15,45.47), an dem wieder sichtbar wird, was der Mensch in seinem Verhältnis zu Gott sein soll. Er ist völlig frei von Sünde (Joh 8,46; 2Kor 5,21; 1Petr 2,22; Hebr 7,26; 9,14), und vollkommener Gehorsam, Hingabe und Vertrauen gegenüber dem Vater zeichnen ihn aus (Mt 26,39.42; Phil 2,8; Hebr 5,8). Er ist gekommen, um in seiner Person Gott und Mensch zu versöhnen (2Kor 5,17), damit Menschen durch ihn wieder zum Vater kommen können (Joh 14,6; Hebr. 7,25; 10,20). Dieses Versöhnungswerk schliesst zwei Leistungen mit ein: Christus zerstört die Werke des Teufels (1Joh 3,8) und nimmt dem Tod die Macht (2Tim 1,10).Öffentliche Wirksamkeit. Es ist nicht ganz einfach, ein klares historisches Bild über Jesu öffentliche Wirksamkeit zu gewinnen. Zu verschieden ist die Auswahl der Berichte, die wir in den Evangelien finden. Es war verständlicherweise auch gar nicht die Absicht der Autoren, Biographien von Jesus zu verfassen. Sie wollten festhalten, was Jesus getan und gepredigt hatte, um damit zum Glauben einzuladen.

Praktisch das gesamte öffentliche Wirken Jesu fand in Palästina statt. Nur wenige Reisen in das Gebiet ausserhalb Palästinas werden berichtet. Die Taufe, Jesu Taufe durch Johannes ist das Ereignis, das besonders deutlich den Beginn seines Wirkens bezeichnet. Warum Jesus sich taufen liess, obwohl er frei von Sünde war, ist vieldiskutiert. Vielleicht wollte er sich mit dem identifizieren, wofür Johannes eintrat: ein »Bekenntnis« zu dem gereinigten und erneuerten Israel, das Johannes forderte und dessen Ideale auch ein wichtiges Element in Jesu eigener Predigt bilden sollten. Was auch immer Jesu Absicht war - während seiner Taufe zeichnet sich die entscheidende Rolle Jesu im Erlösungsplan Gottes deutlich ab, als der Heilige Geist sichtbar auf ihn herabkommt und ihn eine Stimme vom Himmel anspricht.

Die Versuchung

Die gleich darauf folgende Versuchung machte im Grunde gleich deutlich, was es hiess, der »Sohn Gottes« zu sein. Sie stellte seine eigene Beziehung zu Gott auf die Probe. Die Versuchung, Steine in Brot zu verwandeln, sollte die Fürsorge und Weisheit seines Vaters in Frage stellen und anzweifeln, ob er auch für diese Zeit des Fastens sorgte. Die Versuchung, sich von der Zinne des Tempels hinabzuwerfen, sollte den Vater zwingen, den Schutz seines Sohnes unter Beweis zu stellen, statt dass seine Fürsorge im Vertrauen angenommen wurde. Die dritte Versuchung sollte die notwendige unerschütterliche Treue des Sohnes gegenüber seinem Vater ins Wanken bringen. Und Jesus erweist sich durch seine Standhaftigkeit in herausfordernden Situationen als wahrer Sohn und festigt sein Verständnis von seiner einzigartigen Stellung. Diese Begegnung mit dem Satan stand im Brennpunkt einer entscheidenden Zeitspanne, die der Vorbereitung für Jesu Lebensaufgabe diente.

Wirken in Galiläa 

Jesus und seine Jünger lebten ohne finanzielle Absicherung und zogen predigend und heilend durchs Land. Sie wurden von verschiedenen Leuten unterstützt (Mt 10,8-11; Lk 8,3), und Jesus lehrte seine Jünger, im Blick auf materielle Bedürfnisse Gott zu vertrauen (Mt 6,24-34). In der ersten Zeit seines Wirkens wurde er eingeladen, in Synagogen als Gastlehrer zu sprechen (Mk 1,29.39; Mt 9,35; Lk 4,16-27). Später wird das Lehren in einer Synagoge jedoch nicht mehr erwähnt. Vielleicht erschien seine radikale Lehre unannehmbar? Statt dessen hielt Jesus seine Predigten unter freiem Himmel und widmete seine Zeit zunehmend der Unterweisung seines engsten Jüngerkreises. 

Berufung seiner Mitarbeiter Für einen Prediger oder Lehrer war es im Neuen Testament nicht ungewöhnlich, dass er Jünger um sich sammelte, die ihn begleiteten. Nicht nur Johannes hatte solche Schüler, auch die Pharisäer waren von Anhängern umgeben, und sie selbst waren stolz darauf, Jünger des Mose, seine Schüler und Nachfolger zu sein (Joh 9,28). Nachdem Jesus seine ersten Jünger persönlich eingeladen hatte, ihm zu folgen (Mk 1,16-19; 2,13), berief er weitere Mitarbeiter. Nach einer langen durchwachten und durchbeteten Nacht wählt er aus ihnen schliesslich zwölf sogenannte Apostel aus, deren Aufgabe es war, bei Jesus zu sein, zu predigen und in Vollmacht Kranke zu heilen und Teufel auszutreiben (Mk 3,14; Mt 10,1). Die Nachfolge bestand in einer vorbehaltlosen und exklusiven Hingabe an Jesus, die auch seinen einfachen Lebensstil und die Bereitschaft einschloss, um seinetwillen verfolgt und ausgestossen zu werden (Mt 10,16-39). Nicht nur dieser hohe Anspruch, den Jesus an seine Jünger stellte, auch die Leitung dieser Truppe, deren Mitglieder sich in Charakter und Herkunft total unterschieden, spricht für die Autorität und Anziehungskraft Jesu und seiner Lehre. Seine soziale Haltung Ein immer wieder vorgebrachter Einwand der jüdischen Oberschicht gegen Jesus war seine Gewohnheit, mit zweifelhaften Leuten, besonders mit »Zöllnern und Sündern«, Umgang zu pflegen und sogar Mahlzeiten zu halten. Jesus verteidigte sein Handeln jedoch als unverzichtbar für seinen Dienst (Mk 2,17). Er wandte sich Frauen, die von anderen gemieden wurden, freundlich zu und sprach mit ihnen (Lk 7,36-50; Joh 4,7). Mit Heiden kam Jesus nur selten in Berührung, aber seine Lehre machte deutlich, dass er Heiden nicht als minderwertig betrachtete, sondern ihnen einen Platz neben den Juden in Gottes Heilsplan zuwies (Mt 8,11.12; Lk 4,25-27). Diese Weigerung, sich durch konventionelle gesellschaftliche Schranken behindern zu lassen, kennzeichnet auch seine Beziehung zu Reichen und Armen. Seine Predigt wurde von den Armen anerkennend aufgenommen (Mt 11,5), während er andererseits auch wohlhabende und einflussreiche Nachfolger hatte und in gutsituierten Kreisen verkehrte (Lk 7,36; 14,1). In all dem ging es Jesus um die wirkliche - leibliche und geistliche - Not derer, denen er begegnete, und um solcher Not abzuhelfen, konnte er sich ohne Bedenken über Konventionen und Tabus hinwegsetzen. Diskussionen über das Gesetz Auseinandersetzungen Jesu mit den jüdischen religiösen Führern, besonders den Schriftgelehrten und Pharisäern, nehmen einen grossen Teil der Evangelienberichte ein. Jesus besass keine formelle Schriftgelehrtenausbildung (Joh 7,15), aber seine Lehrweise und sein Jüngerkreis liessen ihn in der Rolle eines Rabbi erscheinen, und an manchen Stellen wird er auch so angeredet. Der Inhalt seiner Lehre allerdings trennte ihn in vielen Punkten von der herkömmlichen Schriftgelehrsamkeit und bildete einen wichtigen Grund für die Feindschaft, die schliesslich zu seinem Tod führte. Immer wieder hielt Jesus Streitgespräche über die Art, wie das Gesetz zu erfüllen war. Während die Pharisäer auf einer mündlichen Überlieferung beharrten, die die kleinsten Bereiche des Lebens regelte, kam Jesus immer wieder auf den eigentlichen Sinn des Gesetzes zurück. In der Bergpredigt geht Jesus radikal über den Wortlaut einer Vorschrift hinaus und schaut auf die Gesinnung, die hinter einer Handlung steht (Mt 5,21-48).

Die Wunder 

Christliche und nichtchristliche Quellen bezeugen, dass Jesus seinen Zeitgenossen als Wundertäter bekannt war. Bei der Mehrzahl von ihnen handelt es sich um Heilungen, die als ein durchgehendes Merkmal seines Wirkens dargestellt werden (Mk 1,32-34; 3,7-11; 6,55; Lk 7,21-23). Obwohl sorgfältig davon unterschieden, sind mit den Heilungen oft Dämonenaustreibungen verbunden, ein Aspekt seines umfassenden Angriffs auf die Mächte des Bösen. Ausserdem sind drei Fälle berichtet, in denen Jesus soeben Verstorbene ins Leben zurückrief. Der überwältigende Eindruck, den Jesus hinterliess, war der: Er besitzt einfach Vollmacht über körperliche und geistliche Übel und erbarmt sich über Notleidende. Die Zahl der anderen Wunder Jesu ist verhältnismässig gering, aber auch bei ihnen lässt sich in den meisten Fällen dasselbe Motiv des Handelns erkennen: eine spontane und unbefangene Reaktion auf eine bedrückende Not - so bei der Speisung hungriger Volksmengen, dem Beschaffen von Wein in einer Notlage, der Versorgung mit Fischen nach einer Nacht vergeblicher Arbeit und der Stillung des Sturmes auf dem See. 

Seine politische Haltung

Die Anklage, aufgrund der Jesus schliesslich verurteilt wurde, lautete auf politischen Aufruhr (Lk 23,2): er habe beansprucht, »König der Juden« zu sein. Obwohl dieser Titel in seinen Reden nie vorkommt, sprach Jesus doch oft vom »Reich Gottes« als dem Ziel seiner Sendung, und das konnte leicht missverstanden werden. Die anfängliche Begeisterung für ihn entsprang denn wohl auch zumindest zum Teil der Hoffnung, er würde einen Aufstand gegen Rom anführen (Joh 6,14). Aber Jesus war sorgfältig darauf bedacht, Missverständnisse hinsichtlich des Wesens seiner Sendung zu korrigieren (Mk 8,27-38; 12,35-37; 14,61). Er vermied Publicity und öffentliche Auftritte bis zur letzten Woche seines Wirkens. Jesu offen ausgesprochene Kritik an der jüdischen Nation seiner Tage, die er wegen ihrer Ablehnung der Boten Gottes ihrem endgültigen Gericht in Gestalt der nahen Zerstörung Jerusalems entgegen sah, ist mit nationalistischen Sympathien ganz unvereinbar. Die Umstände seines Wirkens setzten ihn unvermeidlich politischen Verdächtigungen aus; es tritt jedoch klar zutage, dass er selbst andere Absichten hatte.

Einzug in Jerusalem

Seinen letzten Besuch in Jerusalem unternahm Jesus mit dem Wissen, dass er zur endgültigen Konfrontation mit den Behörden führen und in seinem eigenen Tod gipfeln würde (Lk 13,33; 18,31-33). Jesu Ankunft dort war mit Absicht dramatisch. Anstatt unbemerkt inmitten Tausender von Pilgern anzukommen, die zum Passahfest anreisten, inszenierte er einen aufsehenerregenden Ritt in die Stadt auf einem Esel. Das war ein sichtbarer Hinweis auf Sach 9,9, die prophetische Ankündigung des Königs, der auf einem Esel in Jerusalem einziehen sollte. Die Absicht des Einzugs war eindeutig, einen messianischen Anspruch zu erheben.

Das letzte Mahl

Das Abschiedsmahl, das Jesus mit seinen Jüngern hielt, war ebenfalls eine im voraus geplante Handlung (Mk 14,2-6). Während des Mahles gab Jesus seinen engsten Jüngern wichtige letzte Anweisungen angesichts seines bevorstehenden Sterbens und kündigte auch an, dass er durch einen aus ihren Reihen verraten werden würde. Den Höhepunkt des Mahles aber bildete das symbolische Mitteilen von Brot und Wein, die er als Zeichen dafür gab, dass sein bevorstehender Tod eine Erlösungstat für seine Jünger, und über sie hinaus für »viele«, sein sollte. Diese symbolische Handlung war die klarste Aussage, die Jesus je über die sühnende Wirkung seines Todes gemacht hat. Sie setzte auch allen Zweifeln ein Ende, die seine Jünger vielleicht noch daran haben mochten, ob seine Hingabe in den Tod wirklich der Wille seines himmlischen Vaters für ihn war.

Gerichtsverhandlung und Tod

Jesus wurde in aller Stille nachts am Fusse des Ölbergs gefangengenommen. Judas als eingeweihter Informant ermöglichte es den Behörden, ihn zu erkennen. Jesus lehnte es ab, sich der Verhaftung zu entziehen oder zu widersetzen, und nahm sie nach seinem Hingabegebet in Gethsemane als Willen Gottes an. Seine Verhandlung bestand aus einer Reihe von Verhören während dieser Nacht und des folgenden Morgens. Ein erstes, vermutlich ganz inoffizielles Verhör vor dem ehemaligen Hohenpriester Hannas brachte kein formelles Ergebnis (Joh 18,12-13). Es folgten zwei Vernehmungen vor Kaiphas und dem Hohen Rat, wo der offizielle Urteilsspruch gefällt wurde, dass Jesus der Gotteslästerung schuldig sei. Darauf stand nach jüdischem Recht die Todesstrafe. Deren Verhängung war jedoch zu jener Zeit dem römischen Präfekten vorbehalten; ausserdem war Gotteslästerung nach römischem Recht kein zulässiger Grund für eine Anklage. Als Jesus Pilatus übergeben wurde, lautete die Anklage deshalb auf Volksaufwiegelung, die auf den Gebrauch des Titels »König der Juden« gegründet wurde. Pilatus wollte ein Urteil über den Fall gern vermeiden, aber schliesslich wurde Jesus zur Kreuzigung verurteilt. Sie war sonst die Todesstrafe für einen kriminellen Sklaven oder auch für einen Aufrührer gegen die kaiserliche Macht. Die öffentlich zur Schau gestellten Todesqualen waren bewusst als Abschreckungsmittel gegen andere potentielle Aufrührer gedacht und nicht unüblich in jenen Tagen. Das Ungewöhnliche an ihr war, wie Jesus sie ertrug. Trotz der brutalen Grausamkeit der römischen Geisselung, der Verspottung durch die Soldaten, trotz der Last des schweren Kreuzesbalkens und der Kreuzigung selbst ist der Inhalt der am Kreuz gesprochenen Worte Vergebung und Sorge für andere und ein Gebet zu seinem Vater. Seine Haltung beeindruckte den römischen Hauptmann und sogar einen der Mitgekreuzigten (Mk 15,39; Lk 23,40-42). Ungewöhnlich war auch die Schnelligkeit seines Todes. Offenbar starb Jesus durch einen bewussten Willensakt (Lk 23,46). Sein letzter Ruf: »Es ist vollbracht« (Joh 19,30) zeigt ihn nicht als ein Opfer der Geschehnisse, sondern in voller Herrschaft über die Situation, als zielbewusst Handelnden in einem Drama von entscheidender Bedeutung.

Auferstehung und Himmelfahrt

Dass Jesu Grab an dem der Kreuzigung folgenden Sonntagmorgen leer vorgefunden wurde, wird in unterschiedlicher Weise von allen vier Evangelien bezeugt und kann historisch nicht ernsthaft angefochten werden. Die Evangelien und Paulus (1Kor 15) bezeugen zusammengenommen wahrscheinlich elf verschiedene Begegnungen mit dem auferstandenen Jesus in der Zeit unmittelbar nach jenem Sonntagmorgen. Dass es Begegnungen vielfältiger Art waren, dass sie meist ganz unerwartet eintraten und ganz unterschiedliche Gruppen betraf - von Einzelpersonen bis zu einer Gruppe von mehr als 500 - das alles macht es unmöglich, sie als Halluzination abzutun, und lässt es ganz unwahrscheinlich erscheinen, dass es sich hier um irgendeine abgekartete Sache zum Zwecke eines frommen Betrugs gehandelt haben sollte.

Aus diesen Gründen gelangten die Christen zu der Überzeugung, dass Jesus leiblich vom Grab auferstanden ist, mit einem Körper, der von zeitlichen und räumlichen Schranken befreit war: Er konnte durch verschlossene Türen gehen, plötzlich erscheinen und verschwinden. Doch er war physisch ganz real, konnte Brot brechen und essen und wurde sogar mit einem Gärtner oder Wandergefährten verwechselt. Einige Wochen lang erschien Jesus auf diese Weise wiederholt seinen Jüngern: Er lebte nicht mit ihnen zusammen oder reiste mit ihnen, sondern kam zu ihnen in einzelnen Begegnungen. Nachdem er sie so von seinem Sieg über den Tod überzeugt und ihnen versichert hatte, dass sie auch weiterhin auf seine Gegenwart und Hilfe vertrauen konnten, auch wenn er physisch abwesend war, verliess er sie in einer Weise, die deutlich zeigte, dass seine leibliche Gegenwart nicht länger notwendig war (Apg 1,9-11). Es war ihre zukünftige Aufgabe, den Dienst weiterzuführen, den er begonnen hatte und in dem er immer im Geist bei ihnen sein würde (Mt 28,18-20). Die Notwendigkeit seines Leidens und Sterbens war ein durchgehendes Thema der Lehre Jesu. Ziel seines Todes war, das letztgültige Opfer zu sein, das die Vergebung der Sünden und die Wiederherstellung der Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch ermöglichen und so die Auflehnung des Menschen beenden und das Reich Gottes herbeiführen würde.

Mehrmals nennt das Neue Testament Jesu jetzige Existenz »erhöht« und beschreibt, dass er sich »zur Rechten Gottes« setzte, dem Ausdruck für sein unumschränktes Herrsein und seine göttliche Vollmacht: »Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden« (Mt 28,18). Christus muss sein königliches Regiment ausüben, bis alle seine Feinde überwunden sind (1Kor 15,25). In dieser Hoheitsstellung ist er das Haupt aller irdischen und himmlischen Mächte sowie der Gemeinde (Eph 1,21-23; Kol 2,10). Mit seiner Erhöhung hat Christus die Rechte eines Hohenpriesters übertragen bekommen, der einmal jährlich in das Allerheiligste des Tempels ging, um dort für die Sünden des Volkes zu opfern. Nach Hebr 5,5 gilt Christus als der ewige Hohepriester der Gemeinde Gottes, der nicht wie die alttestamentlichen Hohepriester jedes Jahr neu, sondern ein für allemal die Sünder der Menschen getragen und damit die Versöhnung ermöglicht hat, da er nicht in das irdische, sondern in das himmlische Allerheiligste eingegangen ist. Dort tritt er nun als Anwalt der Gemeinde vor Gott (Röm 8,34; 1Joh 2,1; Hebr 7,25-27; 9,24).

2) Ein Judenchrist mit dem Beinamen Justus, von dem Paulus die Gemeinde in Kolossä grüsst (Kol 4,11).

3) Der Name Jesus steht im griechischen Text in Apg 7,45 und Hebr 4,8 auch für Josua, den Sohn Nuns. Die deutschen Übersetzungen schreiben hier Josua, um Missverständnisse zu vermeiden.


 

WARUM IST ES NÖTIG, VON NEUEM GEBOREN ZU WERDEN?

"Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!" (Johannesevangelium 3,3).

Jesus machte Nikodemus, einen angesehenen jüdischen Führer und Religionslehrer, darauf aufmerksam, dass man nicht einfach so ins Reich Gottes eintreten kann: "Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!" (Johannesevangelium 3,1-21).

Die Frage ist nicht, ob du religiös bist, zur Kirche gehst, die Bibel liest oder versuchst, gut zu leben. Die entscheidende Frage ist: Bist du von neuem geboren worden? Wenn nicht, wirst du nämlich den Himmel weder sehen noch betreten können.

Warum aber diese unbedingte Notwendigkeit einer neuen Geburt? Der Grund liegt im hoffnungslos verdorbenen Zustand, in dem jeder Mensch sich von seiner normalen Geburt an befindet. Die Bibel beschreibt diesen Zustand nicht nur als krank oder schwach, sondern sie nennt ihn "tot in Übertretungen und Sünden." (Epheserbrief 2,1). Der natürliche Mensch lehnt sich gegen das Gesetz Gottes auf, und auch wenn er religiös ist, sucht er doch nicht nach dem wahren Gott. Es besteht keine lebendige Beziehung zwischen ihm und dem Herrn und er kann von sich aus keine solche Verbindung herstellen.

So kann der Mensch nicht einfach beschliessen, auf einem neuen Blatt neu anzufangen oder sich zu bemühen, besser zu leben. Religiöse Rituale (wie die Beschneidung oder die Taufe) können auch nicht helfen. Nikodemus war beschnitten, aber er musste trotzdem von neuem geboren werden. Wenn du geistlich tot bist, hast du keine Chance, dich durch irgendwelche eigenen Anstrengungen selber lebendig zu machen. Der einzige, der dir Leben geben kann, ist Gott!

Von neuem geboren zu werden, ist also kein "So wird's gemacht" - Programm. Die neue Geburt ist weder ein menschliches Produkt, noch ist sie vom menschlichen Willen gewirkt. So wie Kinder ihre Zeugung und Geburt nicht selber bewirken, so können auch solche, die "tot in Übertretungen und Sünden" sind, das lebenserzeugende Handeln Gottes nicht von sich aus auslösen. Gottes Kinder sind "nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren." (Johannesevangelium 1,13).

Die neue Geburt ist das Werk Gottes, des Heiligen Geistes. Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weisst nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. (Johannesevangelium 3,8). Der Heilige Geist gebraucht das Wort Gottes, um neues Leben in einem Menschenherzen zu schaffen.

Wenn auch die neue Geburt kein menschliches Produkt ist, werden doch ihre Auswirkungen klar im Menschen sichtbar. Der Apostel Johannes gibt mehrere Prüfmerkmale, die eine wirklich wiedergeborene Person aufweist.

  1. "Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren." (1.Johannesbrief 5,1). Früher bedeutete Jesus diesem Menschen nicht viel. Jetzt aber vertraut er nur noch auf ihn, denn er ist überzeugt, dass dieser Gottes Sohn ist, den der Vater gesandt hat, um ihn von der Sünde zu erretten.
  2. "Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde" und "Jeder, der die Gerechtigkeit tut, ist aus ihm geboren." (1.Johannesbrief 3,9, 2,29). Das Kind Gottes wächst heran und wird seinem Vater ähnlich. Es hasst, was Gott hasst und liebt die Dinge, die Gott liebt. Es kämpft gegen Sünde und Versuchungen und gehorcht den Geboten Gottes mit Freuden.
  3. ."Jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott." (1.Johannesbrief 4,7). Das Kind Gottes lernt von seinem Vater, was Liebe ist, und es ist sein Wunsch, ganz besonders seinen Mitbrüdern und -schwestern in Christus zu dienen.

Lieber Freund, wenn du dich selbst anhand des Wortes Gottes prüfst, kannst du dann mit Gewissheit sagen: Ja, ich bin wiedergeboren?

 

WIE KANN ICH MIT GOTT INS REINE KOMMEN?

"Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus." (Römerbrief 5,1).

Wie kann ein Mensch, der von der Schuldenlast seiner Sünde niedergedrückt ist, mit seinem Schöpfer Frieden bekommen? Gemäss der Bibel gibt es nur eine Möglichkeit: indem er durch den Glauben an Christus gerechtfertigt wird. "Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus." (Römerbrief 5,1).

'Rechtfertigung' ist ein juristischer Ausdruck, es ist das Gegenteil von 'Verurteilung'. Ein Mensch, der sich an das Gesetz hält, handelt recht und ist gerecht, wogegen derjenige, der das Gesetz übertritt, ungerecht handelt und schuldig ist. Aufgabe eines Richters ist es, den Rechthandelnden freizusprechen (=zu rechtfertigen) und den Schuldigen zu verurteilen. Freispruch (=Rechtfertigung) ist also das positive Urteil des Richters, das den Angeklagten für unschuldig, für 'gerecht' erklärt und ihn somit von aller Strafe befreit.

Gott, der Richter der Welt, würde uns ohne Zweifel freisprechen (=rechtfertigen), wenn wir gerecht wären. Aber es ist eine traurige Tatsache, dass wir weit davon entfernt sind, gerecht zu sein. Im Gegenteil, wir müssen uns alle als schuldig bekennen, denn wir haben Gottes Gesetz übertreten. Und da wir Sünder und ungerecht sind, muss Gottes Urteil über uns das Verdammungsurteil sein. Wie kann es also geschehen, dass ein Mensch von Gott freigesprochen (=gerechtfertigt) wird?

Wenn es einem Sünder möglich wäre, seine Übertretungen wiedergutzumachen und ein völlig gerechtes Leben zu führen, dann wäre Gott verpflichtet, ihn freizusprechen (denn dann wäre jemand wirklich schuldlos). Die römisch-katholische Kirche lehrt, dass bei der Rechtfertigung Gott uns 'innerlich gerecht macht' (Katechismus 1993, §1992). Die Rechtfertigung finde also dann statt, wenn ein Sünder durch Sakramente und gute Werke in sich selbst gerecht werde.

Ohne Zweifel, Gott wirkt im Leben seiner Kinder und verändert sie, so dass sie seinem Sohn immer ähnlicher werden. Aber, solange sie auf Erden sind, bleiben die Christen Sünder (1. Johannesbrief 1,8). Die katholische Lehre, wonach Gott die Gerechten rechtfertige, ist eine schlechte Nachricht für den Sünder! Aber Gott sei gedankt für sein unaussprechliches Erbarmen: die Bibel verkündigt eine andere Botschaft:

"Wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet." (Römerbrief 4,5).

Gott erklärt den glaubenden Sünder als unschuldig! Gott spricht ihn nicht frei, weil er gerecht wäre, denn das ist er nicht. Nein, es heisst, Gott rechtfertigt den Gottlosen. Gott spricht ihn auch nicht frei, weil der Sünder aufgrund guter Werke irgendwelche Verdienste geltend machen könnte. Gott rechtfertigt den, der keine Werke verrichtet! Das ist das wahre Evangelium, gute Botschaft, heilender Balsam für die Seele des verlorenen Sünders!

Wie aber kann Gott den Glaubenden freisprechen (rechtfertigen), wenn dieser immer noch ein Sünder ist? Die Antwort ist eine zentrale Wahrheit, die das Kernstück des Evangeliums ausmacht. Gott handelt völlig gerecht, wenn er diejenigen rechtfertigt (freispricht), die an seinen Sohn glauben. Christus, das Lamm Gottes, hat die volle Verantwortung für die Sünden derer übernommen, die an ihn glauben, und er hat die Strafe getragen, die sie verdient hätten, indem er sein eigenes Blut vergossen hat.

"Und Jahwe hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit." (Jesaja 53,6).

Gott will, dass wir unser ganzes Vertrauen auf das setzen, was Christus getan hat. Aber wir sind zu stolz, um seine Begnadigung und Vergebung anzunehmen. Wir meinen, wir seien fähig, etwas zu tun, um Vergebung zu verdienen, und anstatt auf Christus zu vertrauen, schauen wir wieder auf unsere eigenen Werke. Der Herr Jesus erzählte einmal ein Gleichnis für Menschen, "die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien":

"Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst so: O Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme! Und der Zöllner stand von ferne, wagte nicht einmal seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, im Gegensatz zu jenem." (Lukasevangelium 18,10-14).

Der erste Mann legte Gott seine eigene Gerechtigkeit und seine guten Werke vor. Der zweite nahte Gott mit leeren Händen. Der Pharisäer betrachtete sich selbst als gerecht und kam selbstbewusst vor Gott. Der Zöllner war sich seiner Armut schmerzlich bewusst und schämte sich. Beide gingen zum Tempel um zu beten. Der selbstgerechte Mann bat um nichts, während der Zöllner um Gnade bat. Beide gingen wieder nach Hause. Der eine vertraute auf sich selbst, dass er geistlich in Ordnung sei, aber in Gottes Augen war er nicht gerecht. Der andere vertraute sich völlig Gottes Gnade an. Und es war dieser vertrauende (=glaubende) Sünder, der gerechtfertigt nach Hause ging, vom Richter des Universums freigesprochen.

Jeder Mensch muss zwischen diesen zwei Möglichkeiten wählen. Entweder vertraust du dich völlig Gottes Gnade an, oder aber du setzest dein Vertrauen auf dein Mitwirken und deinen guten Willen. Auf der einen Seite spricht die römisch-katholische Kirche über jeden einen Fluch aus, der "behauptet, der rechtfertigende Glaube sei nichts anderes als das Vertrauen auf die göttliche Barmherzigkeit, die um Christi willen die Sünden nachlässt." (Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, 1986, §830, S.515). Auf der anderen Seite sind die Bibelchristen, die wie der Zöllner ihr Vertrauen allein auf die göttliche Gnade setzen und damit erfüllen, was gemäss den Worten des Herrn Jesus nötig ist, um von Gott gerechtfertigt zu werden.

Auf wen vertraust du, um von deinen Sünden freigesprochen zu werden und der Strafe zu entfliehen? Auf deine eigenen Verdienste oder auf die Barmherzigkeit Gottes, die am Kreuz von Golgatha offenbart wurde? Versuchst du, auf der Grundlage deiner eigenen Werke von Gott angenommen zu werden, oder vertraust du dich glaubend dem all-barmherzigen Gott an? Möchtest du aufhören, auf dich selbst zu vertrauen, und stattdessen allein an Jesus Christus glauben?



"Wir kommen alle, alle in den Himmel...

... weil wir so brav sind." So fängt ein bekannter Schlager an. Ist doch eine tolle Aussicht: leben und leben lassen, wie es einem gefällt - und dann schließlich in den Himmel kommen! Echt stark. Und mit dem Bravsein braucht man es ja nicht allzu genau zu nehmen. Hier eine klitzekleine Lüge, und dort ein bisschen abkassieren. Und dann der kleine Seitensprung. Machen doch alle so. Ach, was sage ich, die machen's doch viel schlimmer.

Überhaupt die anderen. Was die so treiben! Die Regenbogenpresse ist randvoll davon. Da tropft einem die Schmutzbrühe geradezu aufs Hemd. Und erst das Fernsehen! Alle Kanäle schwappen davon über. Die haben's auch nötig. Bei dem gnadenlosen Dschungelkrieg um Einschaltquoten und Werbespots. "Haben Sie das gesehen . .. gehört gelesen?"

"Ja, hab' ich. Einfach unglaublich. Nein, so was. Da sind wir doch die reinsten Engel!"

Es bleibt so ein Gefühl der Unruhe

"Komisch, so ganz ruhig bin ich bei dem Gedanken nicht. Ob nicht doch was dran ist?"

"Woran, meinst du?"

"An den alten Geschichten von Himmel und Hölle, mein' ich".

"Von der Hölle? Wo der Oberteufel mit einer großen Gabel in der Hand die bösen Menschen im Feuer brät? Mensch, du bist ganz schön bescheuert. Wer hat dir denn diese Ammenmärchen von vorgestern ins Ohr geblasen?"

"Ach, ich dachte nur so. Irgendwo hab' ich mal so'n schreckliches Bild gesehen."

So ähnlich könnte sich ein Gespräch abgespielt haben. Bei dem einen Partner ein dumpfes Gefühl, eine unerklärliche Unruhe. Und bei dem anderen so törichte Vorstellungen, Ansichten, die auf der nach unten offenen Dummheits-Skala überhaupt nicht mehr ausgepunktet werden können.

Wie kriege ich bloß Klarheit?

Bei einem Mittagessen auf Schloss Sanssouci in Potsdam hatte Voltaire [Voltaire, eigtl. Francois-Marie Arouet (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph] den Hof Friedrichs des Großen durch allerlei Scherze erheitert, die gegen das Christentum gerichtet waren. Als er vom Tisch aufstand, rief er: "Ich würde meinen Anteil am Paradies für einen Taler verkaufen!"

Ein alter, weißhaariger Offizier, der bis dahin geschwiegen hatte, antwortete: "Mein Herr, in den Staaten Seiner Majestät des Königs von Preußen ist es verboten, irgendetwas zu verkaufen, wenn man sich nicht erst als der rechtmäßige Besitzer ausweisen kann. Beweisen Sie mir, dass Sie einen Platz im Paradies haben, und ich will Ihnen den auf der Stelle abkaufen!"

Diesmal hatte Voltaire die Lacher nicht auf seiner Seite. Und der König, der ganz ernst geworden war, sagte: "Meine Herren, der Oberst hat Recht. Ich würde den schönsten meiner Siege dafür hergeben, wenn mein Volk den Glauben bewahrt hätte, den es besaß, als ich den Thron bestieg." Es ist schon bemerkenswert, dass der Alte Fritz trotz seiner bekannten freisinnigen Einstellung die schädlichen Auswirkungen der Aufklärung auf sein Volk erkannte.

Als dann der große Spötter Voltaire im Jahr 1778 im Alter von 83 Jahren in Paris starb, war es grauenhaft zugegangen. Zeitlebens hatte er den Erlösungsweg, wie ihn die Bibel beschreibt, abgelehnt, ja verspottet. In seinen letzten Stunden, angesichts der vor ihm liegenden Ewigkeit, schrie er laut in allergrößter Verzweiflung. Sein Arzt Tronchin hat sein Sterben als Furcht erregend bezeichnet und gesagt: "Nie mehr möchte ich ein solches Sterben miterleben .

Endgültiges Aus bei ein Meter achtzig?

Hier und da trifft man jemand, der die Ansicht vertritt, mit dem Tod sei alles aus. "Wenn ich erst ein Meter achtzig unter der Erde im Kasten liege, dann ist Endstation." So oder ähnlich kann man es hören.

Einmal sagte mir jemand auf meine Frage, wohin denn die Reise geht, wenn seine Todesstunde kommt: "Das habe ich alles geregelt. Ich lasse mich verbrennen, und damit ist alles aus und erledigt." Daraufhin musste ich ihm antworten, dass die Bibel aber ganz anders spricht, nämlich, "dass es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht." Da nahm sein Gesicht einen merkwürdigen Ausdruck an, und er sagte: "Bitte beunruhigen Sie mich nicht ..." Auch hier wieder:

Die Unruhe war längst da. Denn Gott hat jedem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt. Siehe Prediger 3,11.

Sprengkraft

Auf dem alten Friedhof in der Marienstraße in Hannover war das Grab einer Henriette von Rüling zu sehen. Eine mächtige Stemplatte verschloss die Grabstätte. Eine eingemeißelte Inschrift verkündete: "Dieses auf ewig erkaufte Begräbnis darf nie geöffnet werden." Nur wenige Jahrzehnte vergingen, da geschah es: Das Samenkorn eines Eschenbaums begann dort zu wachsen und drückte die riesigen Steinblöcke auseinander.

Was ein unscheinbares Samenkorn vermag, das sollte dem allmächtigen Schöpfergott unmöglich sein? Nein, kein einziges Grab wird verschlossen bleiben. Für den Menschen, der ohne Gott dahinlebt, ist das ein unerträglicher Gedanke. Sein Verstand redet ihm ein: Es kann nicht sein. Satan raunt ihm zu: Es soll nicht sein. Sein Gewissen sagt zitternd: Es darf nicht sein. Aber Gottes Wort ruft ihm wie mit einem Hammerschlag, der Felsen zerschmettert, zu: Es wird so sein!

Ein praktisches Experiment

Ein großer Naturforscher wurde eines Tages gefragt, wie der überallhin zerstreute Staub des Menschen wieder zu einem Leib gesammelt werden könne. Schweigend mischte der Gelehrte eine Hand voll Eisenstaub unter gewöhnlichen Staub und Sand und fragte seinen Besucher: "Wer sammelt diese Stäubchen Eisen wieder aus dem Sand?"

Als der Gefragte nichts zu antworten wusste, nahm der große Forscher einen Magnet zur Hand, hielt ihn über die Mischung - und sofort flogen ihm die Eisenteilchen zu. Dann sagte er ernst zu dem klugen Zweifler: "Der diese Kraft dem toten Eisen verlieh - wird er nicht noch Größeres vermögen, wenn unser unsterbliches Ich wieder den Leib anziehen wird? Niemand zweifelt an der Kraft des Magneten, aber an der Auferstehung zweifelt man, wie töricht."

Sogar der bereits erwähnte Spötter Voltaire, der ein entschiedener Feind des christlichen Glaubens war, hat einmal ein kluges Wort über die Auferstehung gesagt. Eine Dame fragte ihn, wie es denn überhaupt möglich sei, dass Leute an die Auferstehung der Toten glauben könnten. Voltaire gab ihr zur Antwort: "Die Auferstehung, Madame, ist die einfachste Sache von der Welt: Der, welcher die Menschen einmal geschaffen hat, kann ihn auch zum zweiten Mal erschaffen!"

Wir sind keine Eintagsfliegen

Unser Leben lässt sich nicht leichtfertig und ungestraft in das "Werden und Vergehen" der Natur einordnen. Gott hat uns in seinem Bild erschaffen. 1. Mose 1,27. "Und der Mensch wurde eine lebendige Seele". 1. Mose 2,7. Warum beschäftigt sich der Mensch offen oder insgeheim mit der großen Frage nach dem Ziel seiner Bahn, die er hier auf Erden durchläuft? Weil er eben kein Emporkömmling aus dem Tierreich ist. Wir sind nicht aus einem evolutionären Prozess hervorgegangen.

Der Evolutionsforscher und Professor für Anthropologie Sir Arthur Keith hat eine merkwürdige Aussage gemacht: "Die Evolutionstheorie ist unbewiesen und unbeweisbar. Wir glauben aber daran, weil die einzige Alternative dazu der Schöpfungsakt eines Gottes ist, und das ist undenkbar." Man ist versucht, mit einem deutschen Dichter* zu sagen: "Und also schließt er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf." [Dieses Zitat ist der Schluß eines "Palmström"-Gedichtes von Christian Morgenstern (1871-1917). Gern zitiert, wenn jemand eine Tatsache nicht wahrhaben will.] Man glaubt lieber an die evolutionäre Entwicklung der Bakterie und des Nilpferdes' des Adlers und des Delphins, der Libelle und des Elefanten und schließlich an die Entwicklung des Menschen als an den Schöpfungsakt des allmächtigen Gottes.

Man fällt lieber vor den großen Götzen "Zufall" und "Zeit" auf die Knie, um sie anzubeten, anstatt den Schöpfer zu ehren. Welche Anmaßung und Verblendung! Nein, wir sind keine "kosmischen Eckensteher", wie Friedrich Nietzsche (1844-1900) meinte, sondern Gottes Geschöpfe.

Tief im Herzen ist das jedem bewusst. Wie wäre sonst das ernste Ringen um die Sinnfrage des Lebens erklärbar? Wenn der große Denker Augustin (um 400 n. Chr.) schon ausrief: "Unser Herz ruht nicht eher, bis es ruht, O Gott, in dir!", dann sagt er das, was wir fühlen. [Aurelius Augustinus (354-430), berühmter Lehrer in der Zeit der frühen Kirchengeschichte. Zahlreiche in lateinischer Sprache abgefasste Werke. Das angeführte Zitat lautet: Cor nostrum inquietum est, donec requiescat in te.]

Aber die Bibel zeigt uns Gott nicht nur als Schöpfer. Inmitten einer Welt der schlechten Nachrichten hat sie für uns die beste Nachricht, die es gibt: Wir sind von Gott geliebt!

Irrgarten der Illusionen

Wenn bei Ihrem Auto der Motor stottert, dann fahren Sie es nicht in die Schreinerwerkstatt. Und wenn Ihre Uhr kaputt ist, bringen Sie sie nicht zum Klempner. Das wäre Unsinn hoch drei.

Aber wenn es um die Frage der Fragen geht, dann begehen manche noch größere Torheiten: Da schwört man auf den Guru X, dessen blühende Phantasien man in der Zeitschrift "Goldener Regenbogen" - oder wie die bunten Blätter auch heißen mögen - in Fortsetzungen verschlingen kann. Der muss es ja schließlich wissen. Mit etwas mehr Grips hört man vielleicht auf Frau Professor Dr. Y. Die hat nämlich tiefenpsychologisch alles ergründet. Die weiß scheinbar einfach alles. Und es ist so interessant und vor allem so schön beruhigend. Fast romantisch. Da ist von Lichterscheinungen und anderen wundersamen Dingen die Rede. Fast wie bei Grimms Märchen. Alles natürlich unter dem weiten Deckmantel der "Wissenschaft". Das hört sich nämlich besonders gut an, versteht sich.

Und auf der anderen Seite? Es ist zum Schämen! Der große Auftrag der Christen ist, die Frohe Botschaft von Gottes Rettungsaktion zu verkünden und Buße und Bekehrung, Himmel und Hölle nicht zu verschweigen. Nur das Evangelium der Bibel gibt orientierungslosen Menschen Hoffnung. Stattdessen wird die Bibel "abmontiert", eine gepanschte Theologie verbreitet, "christliche" Rockmusik angeboten usw. Man sägt den Ast ab, auf dem man sitzt: Grundaussagen der Bibel und damit die Möglichkeit zu lebendigem Glauben und sinnerfülltem Leben werden angefochten. Kein Wunder, dass die Bänke leergepredigt werden.

Kein Wunder auch, dass sich Millionen ausgehungerter Seelen an andere Adressen wenden, um Antwort auf das Woher und Wohin zu bekommen: oft genug an okkult-esoterische.

Glaube, dem die Tür versagt,
steigt als Aberglaub' durchs Fenster.
Wenn man Gott, den Herrn verjagt,
kommen die Gespenster.

Wie die Angebote eines riesigen Supermarktes präsentiert sich das Übersinnliche heute. Alles ist zu haben. Das Geschäft mit der Esoterik blüht. Und der konsumgewohnte Mitmensch wird geschäftstüchtig bedient - und verführt: Ob im Fernsehen oder Radio, in den Boulevardblättern, für jeden ist da, was ihn interessiert. Hier ist ein bisschen Astrologie zu haben, dort ein Häppchen Hexenglauben, ein halbes Stündchen Totenbefragung, etwas Tarot, Reinkarnation oder Geistheilung.

Das sich keiner täusche. All dies ist nichts Harmloses! Es sind gemeine und grobe Fesseln, mit denen Satan seine Opfer bindet. Nachdem man durch den Darwinismus Gott als Schöpfer abgeschafft hat, darf die Evolution ihren Trip in die Geisterwelt fortsetzen. Das New Age - in Wirklichkeit der älteste Götzendienst der Weltgeschichte - hat uns schon längst eingeholt: finsteres Heidentum in Reinkultur.

Doch merkwürdig, selbst hier ist das Eingelulltsein nur von kurzer Dauer Die eigentliche Unruhe ist keineswegs verschwunden. Sie bleibt, obwohl es dem Widersacher Gottes in unseren Tagen wie nie zuvor gelingt, buchstäblich alles auf den Kopf zu stellen. Das Wort Teufel ist von dem griechischen "diabolos" abgeleitet und heißt so viel wie "Durcheinanderwerfer" oder "Verleumder". Er stellt alles auf den Kopf.

Und seine dämonischen Geister sind ihm dabei behilflich. Wir erleben es Tag für Tag, wie das Normale als unnormal und das Unnormale als normal dargestellt wird. Aber damit nicht genug. Vielmehr wiegt er die Menschen vollverkabelt in einen gefährlichen Halbschlaf.

Die Frage der Fragen

Sie fanden in Ihrem Briefkasten schon manch einen schwarz umrandeten Trauerbrief vor, der Ihnen den Tod eines lieben Freundes mitteilte. Sie haben schriftlich Ihre Anteilnahme bekundet, oder Sie sind mit auf die Beerdigung gegangen. Sie sprachen mit den Angehörigen und erinnerten sich an manches gemeinsame Erlebnis mit dem Verstorbenen. - Aber war das eigentlich alles, was Ihre Gedanken beschäftigte? War da nicht noch etwas anderes? Etwas, was im lauten Alltagsbetrieb bald wieder verstummte? Es war die bange Frage nach der Stunde X in Ihrem eigenen Leben, die Frage nach dem Tod und die Frage nach dem "Danach".

Die Menschen haben drei verschiedene Antworten auf diese Frage. Sie sagen:

Der Tod ist

Die Bibel sagt:

In Johannes 5,28 sagt Jesus Christus: "Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts."

Sie können sich verbrennen und Ihre Asche im Meer verstreuen lassen, wie es Friedrich Engels (1820-1895), der bekannte Mitverfasser des "Kommunistischen Manifestes" und Sponsor von Karl Marx, in seinem Testament angeordnet hatte. Gott wird Sie finden. Auch das Meer wird einmal die Toten herausgeben müssen. So sagt es Gottes Wort. Ihm entgeht keiner Sie werden vor ihm stehen als der, der Sie auf dieser Erde waren.

Sie werden keine "Seelenwanderung" durchmachen. Sie werden nicht nach einer Reinkarnation als heilige Kuh in Indien, als Kaninchen in Australien oder als Gänseblümchen im Park von Radio Eriwan "wieder auferstehen". Glauben Sie solchen Irrsinn nicht. Mag dieser Unfug auch von einer bekannten Schauspielerin oder einem beliebten Fußballprofi verbreitet werden.

Wenn man wissen will, was nach dem Tod sein wird, dann muss man die richtige Auskunft einholen. Dann muss man den fragen, der als der auferstandene Gottessohn auf der anderen Seite des Todes steht: Jesus Christus.

Wem wollen Sie Glauben schenken, Gott oder den Menschen? Deshalb lautet die wichtigste Frage Ihres Lebens: "Was muss ich tun, um errettet zu werden?" Apostelgeschichte 16,30.

Wer möchte das nicht, ewiges Leben haben und einmal im Himmel sein? Aber wie gelange ich dorthin? Was bedeutet das, "das Gute" zu tun? Heißt das: ,Tue recht, und scheue niemand"? Bedeutet das: Spende besonders viel für das Hilfswerk A und die Nothilfe B? Nein, das ist nicht gemeint. Der Herr Jesus sagt es selbst, als die Volksmenge ihn fragt: "Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirken?" Seine Antwort lautet: "Dies ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat." Johannes 6,29.

Unschätzbar wertvoll

In vielen Ländern läuft die "Gesundheitswelle" auf vollen Touren. Es wird viel Geld ausgegeben, um den Körper gesund zu erhalten. Und es ist sicher sinnvoll, sich gesund zu ernähren und sich ausreichend zu bewegen. Auch in der Bibel hat der Körper einen hohen Stellenwert. Und mit den uns von Gott geschenkten Kräften müssen wir verantwortungsbewusst umgehen.

Aber unsere Seele ist für Gott bedeutend wertvoller. Der Herr Jesus sagt: "Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele einbüßt?" Matthäus 16,26. Christus vergleicht die Seele mit der ganzen Welt. Die Seele ist durch das gekennzeichnet, was wir wirklich sind: Unser Wille, unsere Gefühle, unser Verstand, unser Bewusstsein, unser eigentliches Ich, unsere Person.

Stellen Sie sich vor, Ihnen würden sämtliche Ölquellen und alle Diamant-, Gold- und Silberminen dieser Erde gehören. Sie wären unermesslich reich, ja, Sie wären der reichste Mensch, der auf Erden lebt. Aber selbst wenn Ihnen die ganze Welt gehören würde, wäre das nicht so wertvoll wie Ihre Seele. Im Übrigen weiß jeder, dass man, wenn die letzte Stunde schlägt, nichts mitnehmen kann. Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Warum ist es ein so unermesslicher Schaden, die Seele zu verlieren? Weil sie so kostbar, weil sie unsterblich ist. Den Körper kann man töten, die Seele nicht. Da spielt einer mit dem Gedanken, Selbstmord zu begehen. Das ist kein Ausweg. Der Leib stirbt, die Seele nie. Das eigentliche Ich, die Person, die Zentrale des Bewusstseins mit all ihren Fähigkeiten, bleibt.

Die Seele wohnt im Körper. Der Körper ist gleichsam das Haus und die Seele der Mieter. Im Augenblick des Todes, wenn das Haus verfällt, zieht der Mieter aus, lebt aber weiter. Entweder in der Herrlichkeit des Paradieses oder für ewig verloren in der Qual. Das bleibt absolute Tatsache, auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen. Diese Wahrheit ist ein ganz zentrales Thema der Bibel. In dem Augenblick Ihres Todes geht Ihre Seele in die Richtung, die Sie selbst zu Lebzeiten vorgegeben haben.

Lesen Sie einmal, was der Herr Jesus Ihnen in Lukas 16,19-31 zu sagen hat: Lazarus, der arme, treue Mann, stirbt - und seine Seele ist im selben Augenblick im Paradies und wird dort getröstet. Der reiche Mann aber, der alle Tage herrlich und in Freuden lebte, der nicht nach Gott fragte, stirbt - und ist in Qualen. Aber das ist gleichsam der erste Akt des Weiterlebens eines ungläubigen Menschen. Die Bibel bezeugt ebenso deutlich, dass der allmächtige Gott einmal einen auch körperlich auferwecken wird.

Als der Herr Jesus am Kreuz von Golgatha hing, hatte man zu seiner Rechten und zu seiner Linken einen Verbrecher gekreuzigt. Diese beiden rechts und links sind die Repräsentanten der ganzen Menschheit. Vor Gott sind wir alle schuldig, und keiner von uns ist im Grunde besser als diese beiden. Aber der Schächer zu seiner Rechten tut Buße und glaubt an den in der Mitte Gekreuzigten. Und was hört er aus seinem Mund? "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein." Lukas 23,43. Und der zu seiner Linken? Er ging in die andere Richtung.

Für jeden gibt es ein ewiges Schicksal. Und das hängt von der Entscheidung ab, die Sie zu Lebzeiten treffen. Der Verlust der Seele ist eine Tragödie. Und durch den Tod wird dieser Verlust endgültig. Die gute Nachricht Gottes lautet: "Lass ab von deinen Sünden! Nimm Jesus Christus, den ich gesandt habe, um für deine Sünden zu sterben, als Erlöser und Herrn an, und ich will dich erretten!"

Unsere Seele ist deshalb so wertvoll, weil Gott sie wert achtet. Deshalb ist auch die ganze Bibel ein einziger Appell an die Menschen, ihre Seele retten zu lassen. Die rechte Wertschätzung der Seele werden wir erst dann ermessen können, wenn wir etwas von dem Leben, dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi verstehen. Warum ist die Seele so wertvoll? Weil der höchste Preis zu ihrer Errettung bezahlt werden musste! Die Bibel sagt uns gleichsam: Begreift es doch, dass ihr nicht mit Silber oder Gold erlöst worden seid, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, dem unschuldigen und makellosen Lamm Gottes! 1. Petrus 1,18.19.

Es ist schlimm, wenn man seine Gesundheit, sein Hab und Gut und seine Freiheit verliert. Es ist tragisch, wenn man seinen Ehepartner, seine Kinder oder seine Freunde verliert. Was würden wir nicht alles unternehmen, um ein Kind, das plötzlich verschwunden ist, wieder zu finden? Aber wir vernachlässigen unsere Seele, obwohl sie das Kostbarste auf der ganzen Welt ist.

Wenn die Bibel von einem Ort der Pein spricht, dann redet sie auch von einem Ort der Erinnerung. Und eine Qual inmitten aller Qualen wird die Erinnerung sein. Sie werden sich an die Stunden erinnern, als Gott an Ihr Herz anklopfte. Sie hatten die Möglichkeit, Ihre Seele erretten zu lassen. Sollten Sie diese Möglichkeit nicht endlich wahrnehmen? Sonst werden Sie die Erinnerung daran in alle Ewigkeit mitnehmen.

Nur zwei Gruppen von Menschen

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Damit ist eine Gesellschaft gemeint, die verschiedene Meinungen und Wertprinzipien gelten lässt. Das mag für manche Bereiche des täglichen Lebens annehmbar sein. Aber im Hinblick auf die letzten und wichtigsten Dinge kennt die Bibel keinen Pluralismus. Sie sagt, dass es nicht wahr ist, dass jeder nach seiner eigenen Fasson selig werden kann. Gottes Sohn selbst sagt es mit nicht zu überbietender Klarheit: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater (d.h. zu Gott) als nur durch mich ." Johannes 14,6.

Wir leben auch in einer permissiven Gesellschaft, das heißt in einer Gesellschaft, in der fast alles erlaubt ist. Ja, darüber hinaus geht man so weit, alles, aber auch alles in Frage zu stellen.

Gottes Wort kennt diese Art des Denkens nicht. Dort finden wir ein anderes Prinzip. Hier gibt es nur zwei Wege und nur zwei Gruppen von Menschen: Da ist der breite Weg, der in das Verderben führt, und der schmale Weg, der zum Leben führt.

Nicht wenige sagen: Ich halte mich an den "goldenen Mittelweg". Aber dieser Weg ist eine Illusion. Die Bibel sagt: "Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber sein Ende sind Wege des Todes." Sprüche 14,12.

Darum ruft der Herr Jesus in der "Bergpredigt" einem jeden ernstlich zu: "Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch sie eingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden." Matthäus 7,13.14.

Sie befinden sich auf einem dieser beiden Wege, auf dem breiten oder auf dem schmalen. Einen "goldenen Mittelweg" gibt es nicht. Auch kann man nicht zur selben Zeit auf dem breiten und auf dem schmalen Weg sein.

Es gibt nur zwei Gruppen von Menschen, zwei Wege und zwei Ziele. So ist es übrigens, seitdem der Mensch auf den Verführer hörte und Gottes Wort in den Wind schlug. Abel ging auf dem schmalen Weg in das Leben. Kain ging auf dem breiten Weg in das Verderben. Zur Zeit der großen Flut gab es nur zwei Gruppen von Menschen: Die einen gingen in die rettende Arche und wurden vor dem Gericht verschont. Die anderen, die der Warnung Noahs nicht gehorchten, kamen um.

Im Matthäus-Evangelium, Kapitel 25, berichtet die Bibel in einem Gleichnis von 10 Jungfrauen. Fünf von ihnen waren klug, die anderen fünf töricht. Die klugen kommen an das ersehnte Ziel. Die anderen stehen vor verschlossener Tür und hören das ernste Wort: "Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht." Und so gibt es auch heute nur zwei Klassen von Menschen: Die einen haben ihre Sünden vor Gott bekannt und an Christus geglaubt. Die anderen haben es nicht getan. Und in der Ewigkeit wird es ebenfalls nur diese zwei Gruppen geben: Die einen werden in der Herrlichkeit bei Gott, die anderen in der Finsternis der Hölle sein.

Raffiniert

Alt und Jung sind wie von einer Sucht befallen. Ein Knopfdruck genügt, und auf soundsoviel Kanälen ist für Ablenkung gesorgt. Dem "Durcheinanderwerfer" ist ein Meisterstück gelungen.

Selbst den dafür Verantwortlichen ist es nicht mehr ganz geheuer. Der Bumerang könnte sie selbst treffen.

So ist ein gewisses deutsches Nachrichtenmagazin eher ein gottloses Presseprodukt als ein christliches Erbauungsblatt. Und in einer solch geradezu atheistischen Zeitschrift sind in einer einzigen Ausgabe Überschriften zu finden wie "Ein Volk im Schweinestall", "Die schamlose Gesellschaft" und "Menschheit am Wendepunkt". Weiter wird berichtet: "4000 Tote und 600 Gewaltverbrechen haben Medienforscher in einer normalen Fernsehwoche gezählt. Aneinander gereiht ergäbe dies ein filmisches Blutbad von 25 Stunden."

Aber eins wird verschwiegen. Nämlich dass diese Redakteure jahrzehntelang selbst den Abbau jeglicher Scham nach Kräften gefördert haben. Vor einiger Zeit war auf der Titelseite dieses Blattes die Überschrift zu lesen: "Abschied von Gott". Wohin dieser "Abschied" führt, können wir tagtäglich schwarz auf weiß lesen.

Vor wenigen Jahren ermordeten zwei erst zehnjährige Jungen aus Liverpool den zweijährigen James Bulger. Anschließend legten sie ihn auf die Schienen eines Bahndamms. Das ermordete Kleinkind war seiner Mutter nur für kurze Zeit aus den Augen gekommen. Ganz England war zutiefst erschüttert. In den Zeitungen fanden sich öffentliche Gewissenserforschungen des Tenors: Was ist eigentlich falsch gelaufen mit unserer Gesellschaft? Innenminister Clarke sagte im Britischen Rundfunk: "Mit solch einer Tat sind wir nicht mehr bei der Jugendkriminalität, da sind wir schon im Herzen der Finsternis ." Der englische Premierminister Winston Churchill (1874-1965) traf schon viel früher den Nagel auf den Kopf, als er sagte: "Der moralische Erdrutsch unserer Gesellschaft begann in dem Augenblick, als in unserem Land nicht mehr über Himmel und Hölle gepredigt wurde."

Mit welcher Raffinesse geht der Teufel vor! Hier der ungebremste Rausch nach Vergnügen. Die Lust auf Gewalttat und schamlose Brutalität. Und dort das Heuchlerische: Da habt ihr's nun! Ein Teufelskreis der Verblendung und Lüge. Ein Gefesseltsein in einem satanischen Bann. Das hat der Gegenspieler Gottes, "der Weltbeherrscher dieser Finsternis" - wie ihn die Bibel nennt -, und das haben Menschen als seine Werkzeuge zustande gebracht.

Dieses Karussell hält Satan dauernd in Fahrt. Weshalb? Damit nur ja nicht jemand zur Besinnung kommt. Damit in keinem die Frage aufbricht: "Was muss ich tun, dass ich errettet werde?" Und - damit die unzähligen Verführten dorthin kommen, wohin auch er gelangt: in die ewige Verdammnis.

Vieltausendjährige Erfahrung

Ja, die hat Satan. Bereits im Garten Eden wusste die Schlange den ersten Menschen das schmackhaft zu machen, was Gott verboten hatte. "Hat Gott wirklich gesagt?" Das war und ist bis heute die Sprache des Teufels.

Seine Parole heißt: "Weg von Gott! Nimm Gottes Wort nicht so genau! Hört lieber auf mich!" Und sein Ideenreichtum ist enorm: Ablenkung, zweifelhafte Freuden, irdische Ehrungen und Schätze hält er in großer Auswahl parat. Für jeden hat er das Passende.

Schon die römischen Diktatoren wussten es. "Brot und Spiele" (panem et circenses), das war ihr Motto. Das brauchten ihre Untertanen. Wenn das Volk satt und abgelenkt war, dann hatten sie es wie ein Spielball in ihrer Hand. So konnten sie nach Gutdünken schalten und walten. Und keiner merkte es ...

So war es vor Jahrtausenden, vor Jahrhunderten - und so ist es bis heute geblieben. Vor 350 Jahren schrieb Blaise Pascal (1623-1662) etwas zum Nachdenken zu unserem Thema. Und Pascal war nicht irgendwer. Er war einer der größten Mathematiker und Physiker der Menschheitsgeschichte. Immerhin ist nicht nur die Maßeinheit für den Luftdruck, sondern auch eine höhere Programmiersprache nach ihm benannt. Aber mehr als das. Er war gläubiger Christ, der seinen Herrn und Erlöser froh bezeugte. Hören wir, was er uns zu sagen hat:

Nehmt den Menschen die Zerstreuung,
und ihr werdet sehen,
dass sie vor Langeweile sterben,
denn dann spüren sie ihre Nichtigkeit,
die sie nicht kennen.
Denn was ist Unglücklichsein anderes,
als unerträglich traurig zu sein,
sobald man gezwungen wird,
über sich selbst nachzudenken
- und sich nicht zerstreuen kann
.

So ist es. Entweder man bleibt durch die Zerstreuungen buchstäblich in einem Teufelskreis des Bösen. Oder man gelangt endlich dahin, über sich selbst nachzudenken. Dieses Über-sich-Nach-denken kann jetzt stattfinden, indem Sie diese Zeilen lesen. Denn: Über sich selbst nachdenken, das ist der Anfang des richtigen Weges.

Alle verborgene Traurigkeit ist bei den Menschen dieser Welt nichts anderes als eine Vorahnung des ewigen Verlorenseins. Nicht nur die Hölle ist schrecklich - auch der Weg dorthin. Ewiges Leben und Glückseligkeit sind nur in dem Herrn Jesus zu finden. Hören Sie, was Blaise Pascal sagt:

Ohne Jesus Christus ist der Mensch
mit Notwendigkeit lasterhaft und elend.
Mit Jesus Christus ist der Mensch
von Laster und Elend befreit.
In Ihm ist unsere ganze Tugend
und unsere ganze Jugend
und unsere ganze Glückseligkeit.
Ohne Ihn gibt es nur Laster Elend,
Irrtum, Finsternis, Tod, Verzweiflung.

Billige Angstmache? - Nein, danke!

Billige Angstmache ist unfair. Deshalb zu Recht: Nein, danke! Hier aber geht es um nichts Billiges. Alles, was uns die Bibel sagt, ist nicht billig. Auch Gottes Warnung nicht! Die menschliche Seele hat einen ungeahnten Wert in Gottes Augen. Die ganze Welt ist gegen sie an Wert nicht aufzuwiegen.

Hier sind Gottes Angebot, seine Gnade, sein Rettungsring. Hier müssen Sie zugreifen, um gerettet zu werden. Das ist die Botschaft, die Sie brauchen.

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen die Diagnose Lungenentzündung stellt und das lebensrettende Medikament hat, er würde sich strafbar machen, wenn er es Ihnen nicht gibt. Oder stellen Sie sich vor, ich komme nachts an Ihrem Haus vorbei und sehe, dass es in Flammen steht. Und ich weiß, dass Sie und Ihre Familie darin schlafen. Es wäre äußerst niederträchtig, wenn ich nicht alles tun würde, Sie zu wecken und herauszuholen.

Vor einiger Zeit war in den österreichischen Alpen eine viel befahrene, riesige Autobahnbrücke abgesackt. Sie war zwar nicht zusammengestürzt, aber die Autobahn musste monatelang gesperrt werden. Stellen Sie sich vor, die Brücke wäre wirklich zusammengestürzt. Ich wäre mit meinem Auto geradewegs auf den Krater zugefahren und hätte den Wagen in allerletzter Sekunde noch zum Stehen bringen können. Hätte ich nicht blitzschnell die Blinkleuchten eingeschaltet? Wäre ich nicht aus dem Wagen gesprungen und den folgenden Autos entgegengelaufen, um sie mit warnenden Armen anzuhalten? Wahrscheinlich hätte ich mein Hemd vom Körper gerissen, um es hin und her zu schwingen, damit nur ja keiner in den sicheren Tod rast.

Dies alles sind schwache Beispiele. Denn Gottes Sprache ist noch viel eindringlicher. Er warnt und warnt. Auch Sie haben seine Stimme schon gehört. Denn hier geht es wahrlich um nichts Billiges, hier geht es um ewigen Tod oder ewiges Leben.

Aber die Bibel verbindet die Warnungen mit einem Angebot. Gott stellt die Ampel auf Rot. Das ist wahr. Nicht weiterfahren! Aber dabei bleibt er nicht. Er weist den richtigen Weg. Es ist ein unvergleichlicher Weg: Die Bibel ist Gottes Wegweiser für Sie. Dort finden Sie den Weg, sein Angebot, genau beschrieben. Und noch einmal: Sein Angebot ist nicht billig.

Und Sie werden staunen, was jetzt kommt: Es ist umsonst. Aber nicht "umsonst" im landläufigen Sinn. Wieso denn umsonst ? Die Antwort lautet: Weil seine Gabe unbezahlbar ist! "Wen da dürstet, der komme. Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst ." So ruft der große Gott Ihnen noch auf der allerletzten Seite seines Wortes zu. Offenbarung 22,17. Und nicht nur dort finden Sie dieses "Umsonst". Auf der vorletzten Seite der Heiligen Schrift steht es nicht viel anders: "Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Wer überwindet, wird dieses - den Himmel - erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein." Offenbarung 21,6.7. Und im Römerbrief, Kapitel 3, Vers 24, können Sie nachlesen, dass alle, die die Erlösung durch den Herrn Jesus annehmen, indem sie an sein vergossenes Blut glauben, "... umsonst gerechtfertigt werden durch seine Gnade." Welch ein feierliches, herrliches "Umsonst"!

Vielleicht ist Ihnen das alles völlig neu. Wahrscheinlich ist es Ihnen unbegreiflich. Das ist es mir auch. Aber es ist absolute göttliche Wahrheit. Und wenn es Ihnen ganz neu sein sollte, umso besser:

Dann bekommen Sie endlich diese für jeden Menschen wichtigste Information hier zum ersten Mal.

Gott gab seinen Sohn dahin. Er ließ ihn Mensch werden. Und in einem schonungslosen Gericht rechnete er mit dem Sündlosen und Reinen wegen der Schuld anderer ab. Weshalb? Damit hoffnungslos verlorene Menschen Vergebung, Frieden und ewiges Leben empfangen können. Umsonst! Keiner hätte diesen hohen Preis bezahlen können. Deshalb umsonst. Mehr konnte Gott nicht tun. Aber er hat seinen Sohn gegeben. Dort am Kreuz auf dem Hügel Golgatha vor den Toren Jerusalems floss sein heiliges Blut als Sühnung für unsere Sünden.

Und Gott hat ihn auferweckt. Er hat ihm den höchsten Ehrenplatz im Himmel gegeben. Und er hat ihm das kommende Gericht übertragen. An ihm kommt keiner vorbei, sei es jetzt oder in Zukunft. Aber noch bietet Gott Gnade an. Das sind biblische Grundtatsachen. Die sind für jeden unendlich wichtig. Auch, wenn Sie, was die Bibel betrifft, beim Punkt Null anfangen. Vielleicht, weil Sie keine besitzen. Vielleicht auch, weil sie verstaubt und ungelesen in einer Ecke liegt.

Gnade? - was ist das denn?

Da sitzt ein zum Tod Verurteilter in seiner Zelle und wartet. Jeden Augenblick kann der Schlüssel des Wachpolizisten das schwere Schloss öffnen. Zwei bewaffnete Männer werden ihm Handschellen anlegen und ihn zum elektrischen Stuhl führen. Endstation - für diese Erde.

Vor langer Zeit hat der Verurteilte ein Gnadengesuch an den Präsidenten gerichtet. Und nun geschieht eines Morgens das, womit er nicht mehr gerechnet hat. Wie üblich schrickt er zusammen, als man den schweren Riegel seiner Zellentür beiseite schiebt. Ein Uniformierter tritt ein. Er überreicht ihm ein Schreiben. Voller Aufregung liest er es. Es ist ihm, als träumte er. Er kann es nicht fassen. Seinem Gnadengesuch wurde entsprochen. Er muss nicht sterben. Die Unterschrift des Präsidenten gibt ihm die Gewissheit, dass die Todesstrafe nicht vollstreckt wird.

Das ist ein Bild von dem, was Gnade ist. Aber wahrscheinlich wurde seine Strafe in eine andere Strafe - in lebenslänglichen Freiheitsentzug - umgewandelt. Und deshalb ist das Beispiel nur sehr schwach, fast möchte man sagen, falsch. Denn Gott, die heiligste und gerechteste Instanz, die es gibt, handelt nicht bruchstückhaft. Wie handelt Gott? Gott spricht frei. Gnade ist unverdienter Freispruch

Mildernde Umstände gibt es bei Gott nicht. Nicht für mich, für Sie oder irgendeinen Menschen. Und wenn jemand der Anständigste und Gebildetste wäre. "Alle sind abgewichen, sie sind allesamt verderbt. Da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer." Psalm 53,3. "Und wir allesamt sind dem Unreinen gleich geworden, und alle unsere Gerechtigkeiten gleich einem unflätigen Kleid." Jesaja 64,6. Das ist Gottes unretuschiertes Portraitfoto von uns. Ein Kleid voller Unflat, das fasst man nicht einmal mit der Pinzette an. Es gehört ins Feuer Das ist Gottes Urteil über die Sünde der Selbstgerechtigkeit. Alle brauchen Rettung, nicht nur die so Liederlichen, auch die Soliden. Und wenn Gott Gnade anbietet, dann verwandelt er eine schwere Strafe nicht in eine weniger schwere. Gott in seiner Gnade rechtfertigt. Das heißt: Er spricht den Schuldigen gerecht. Und bei wem kann und will er das tun? Bei jedem, der vor ihm sein verpfuschtes oder selbstherrliches Leben verabscheut. Das ist sein Handeln bei jedem, der sein Angebot der Gnade und Vergebung in dem Herrn Jesus annimmt.

Kein menschliches Gesetz verurteilt einen Schuldigen wegen ein und desselben Vergehens zweimal. Auch Gott tut das nicht. "Wer seine Übertretungen verbirgt, wird kein Gelingen haben; wer sie aber bekennt und lässt, wird Barmherzigkeit erlangen." Sprüche 28,13. Der darf erfahren, dass der Herr Jesus auch für ihn persönlich seine Sache mit Gott gutgemacht hat. Und er darf froh erfahren: "Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden." Jesaja 53,5.

Keine Schleuderware

Gott gibt umsonst, das ist wahr. Aber sein Gnadenangebot ist befristet. Der dem ewigen Verderben entgegeneilende Mensch hat streng genommen nur für den heutigen Tag die Verheißung der Errettung. Für ihn steht die Uhr Gottes auf dem "Jetzt und Heute": "Siehe, jetzt ist die wohlangenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils." 2. Korinther 6,2. "Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht." Hebräer 4,7. Warum ist das so? Weil keiner weiß, ob er den nächsten Tag, ja, die nächste Stunde noch erleben wird. Und mag er noch so gesund und munter sein. Deshalb gilt jedem: "So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!" Psalm 90,12. Was zählen wir nicht alles! Aber das Wichtigste vergessen wir. "Siehe, Handbreiten gleich hast du meine Tage gemacht, und meine Lebensdauer ist wie nichts vor dir." Psalm 39,5.

Eine Hand breit, das ist nicht viel. Und genau so ist es; Wir können noch nicht einmal die nächste Straßenkurve überblicken. Und hinter ihr kann bereits der Tod lauern.

Das Heute und das Jetzt steht mit großen Lettern über dem unermesslich großen göttlichen Angebot. Denn man kann die Gnadenstunde auch verpassen. Deshalb nehmen Sie sie an, heute, jetzt! "Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten." 1. Timotheus 1,15. Haben Sie gehört? "... aller Annahme wert!" Seine Gnade ist keine Schleuderware. Gott wirft sie keinem nach. Er stellt jeden vor die Entscheidung.

Auch den reichen Jüngling hatte der Herr Jesus überführt. Er rief ihn auf, ihm nachzufolgen. Aber der setzte sein Vertrauen lieber auf seinen großen Reichtum und entschied sich gegen ihn. Und dann ging er traurig weg. Schon der Weg in das Verderben ist ein trauriger Weg. Aber der Herr Jesus lief nicht hinter ihm her. Er zwingt keinen. Er sagt, was er meint. Und er meint, was er sagt.

Das müssen wir uns stets vor Augen halten: Der Preis für Gottes Gnadenangebot ist unvorstellbar hoch. Man kann diese Gnade heute erfahren, indem man seine Sünden dem heiligen Gott im Gebet aufrichtig bekennt, von dem alten Lebensweg umkehrt und an den Herrn Jesus glaubt. Aber - und das wäre ein schreckliches Aber: Man kann an Gottes Angebot auch gleichgültig vorübergehen und es ablehnen. Die furchtbare, ewig währende Konsequenz ist die Trennung von Gott am Ort der äußersten Finsternis und der größten Not.

Hier - und auf ewig!

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